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Isamu Noguchi

Noguchi studierte an der Columbia University, an der Leonardo da Vinci Art School und erhielt zudem ein zweijähriges Guggenheim-Stipendium. Bevor sich Noguchi dem Möbeldesign zuwendete, war er als renommierter Bildhauer, Bühnenbildner und Landschaftsarchitekt tätig. Seine außergewöhnliche Begabung auf dem Gebiet des plastischen Gestaltens ermöglichte ihm eine einzigartige Herangehensweise bei der Konzeption seiner Möbelentwürfe. In seinen Arbeiten verband er geschickt die Ausdrucksformen fernöstlicher Kultur mit den Vorstellungen des europäischen und amerikanischen Designs.

Zwischen 1933 und 1937 entwickelte Noguchi Entwürfe für öffentliche Plätze, Denkmäler, Spielplätze und Bühnenbilder; in den Jahren von 1942 bis 1948 intensivierte er seine Arbeit am Theater, entwarf und produzierte indes auch Möbel und Lampen.

Nach 1949 reiste er verschiedentlich durch Europa, in den Mittleren Osten und nach Japan; während der Reisen produzierte er Zeichnungen und Fotografien. In Kamakura, Japan, baute er ein Atelier auf. In den folgenden 1950er Jahren reiste er ständig zwischen Japan und New York hin und her und richtete sich 1961 ein Atelier in Long Island City, New York, ein. In den Jahren 1971 bis 1979 unterhielt er ein weiteres Atelier auf der japanischen Insel Shikoku.

Das berühmteste Möbelstück von Noguchi ist sein Couchtisch. In dem Entwurf spiegelt sich eine einzigartige Formgebung wider, die nur vor dem künstlerischen Hintergrund seines Designers zu verstehen ist. Noguchis Couchtisch vereint eine stilsichere Eleganz mit einer organischen Lebendigkeit, die zuvor nur den Skulpturen des Bildhauers vorbehalten war.