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Harry Bertoia

Der facettenreiche und rebellische Designer Harry Bertoia studierte dank eines Stipendiums an der Cranbook Academy of Art. Er erarbeitete sich künstlerisch geschickte Fähigkeiten im Bereich der Bildhauerei, die er später auch mit in die Kreationen seiner Möbel einfließen ließ.

Zunächst nur in Amerika erlangte er bald darauf auch weltweit Anerkennung für sein Schaffen. Eine wichtige Rolle spielte für Bertoia die Verknüpfung von Herstellungsverfahren und zu verarbeitendem Material.

Bertoia zog 1950 nach Pennsylvania, um ein eigenes Studio einzurichten. Es begann seine Arbeit für Hans Knoll, in der unter anderem fünf Entwürfe für Sitzgelegenheiten entstanden. Einer davon ist als Diamond Chair berühmt geworden. Nach einem Rechtsstreit mit der Möbelfirma Herman Miller und leichten Veränderungen am

Metallgewebe des Sitzes wurde der Diamond Chair ein Verkaufserfolg.

Die Lizenzeinnahmen aus seinen Sesseln erlaubten Bertoia sich nur noch auf seine bildhauerischen Arbeiten und seine Klangskulpturen zu konzentrieren. Mit diesen Skulpturen produzierte er auch einige Langspielplatten mit dem Titel Sonambient.

Als Highlight unter seinen Möbel Entwürfen kann man den Wire Chair ansehen, welcher einer ganz eigenen Reihe an Stahlstühlen entsprang. Die einzigartige Konstruktion dieses Designklassikers basiert auf der Eigenschaft Bertoias, skulpturelle Ideen unter modernen Gesichtspunkten mit Leichtigkeit und einem starken Bewusstsein für materielle Möglichkeiten zu verbinden. Darin war er ein wahrhaftiger Meister.