Aktion
Eileen Gray

Nach ihrem Studium an der Slade School of Art in London zog Eileen Gray nach Paris, wo sie Anschluss an die örtliche Kunstszene knüpfen konnte. Ihren künstlerischen Durchbruch erzielte die Irin mit der Teilnahme an der Ausstellung Union des Artistes Modernes in Paris. War die Künstlerin bei ihren Entwürfen zunächst vom Jugendstil und Japonismus des frühen 20. Jahrhunderts geprägt, so entwickelte sich ihr Stil zunehmend zu einem moderneren Designverständnis weiter.

Grays künstlerische Konzeptionen orientierten sich nunmehr an schlichten und geometrischen Grundformen. Damit wurden ihre Möbelentwürfe zu einer feinen Formsprache vereinfacht und in erster Linie auf funktionale Bedürfnisse ausgerichtet.

Viele Einflüsse inspirierten sie. So sagte ihr etwa die verschnörkelte Ornamentik des Art Nouveau ebenso zu wie der Einfluss der japanischen Kunst.

Auf diese Weise entstanden Entwürfe eindrucksvoller Lackmöbel, die sich allerdings im Laufe der Zeit mehr und mehr reduziert gaben, da Eileen Gray zunehmend Gefallen an klaren Linien und Formen fand.

Eileen Grays Bibendum Sessel und der verstellbare Glastisch E1027 bilden in ihrem Design ein modernes Kunstverständnis ab, in dem die Ästhetik die Ansprüche von Funktionalität und Geradlinigkeit bedient. Am Beispiel des Glastischs E 1027 wird zudem deutlich, dass sich praktische Anwendbarkeit und ein elegantes Design keineswegs widersprechen.

Mit dem „Adjustable Table E 1027“ schuf sie damit einen Beistelltisch, der auch heute noch sowohl praktisch als auch reduziert erscheint