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Arne Jacobsen

Arne Jacobsen war gelernter Steinmetz, bevor er an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen Architektur studierte. Jacobsens kreativer Erfolg in verschiedenen künstlerischen Disziplinen zeugte von einem Genie, das ihm in der ganzen Welt zu hohem Ansehen verhalf. Seine Formsprache orientierte sich an einem Funktionalismus, den er mit klaren geometrischen Konstrukten paarte. So waren nicht nur seine architektonischen Werke, sondern auch seine Möbelstücke in einem modernen, innovativen Designverständnis konzipiert.

Jacobsens Architektur zeichnet sich durch eine klare, an Geometrie und Material orientierter Formensprache aus.

Diese leitete sich dabei weniger, wie es gern dargestellt wird, aus der Funktion ab, sondern entsprang dem rigiden modernistischen Konzept Jacobsens, dem sich, im privaten Alltag, auch dessen Familie unterwerfen musste. Jacobsen galt Kritikern als architektonischer Diktator, der Gebäude so rigide durchgestaltete, dass es keinen Raum für persönliche Änderungswünsche gab.

Jacobsens Sitzmöbel wie der Egg Chair und der Swan Chair entstanden aus eben jener Formsprache, die den Widerspruch zwischen abstrakter Modernität und organischer Originalität in unverkennbarer Manier aufhob. Seine Möbelstücke zeichnen sich durch den bewussten Verzicht von Geraden aus, sodass sie ausschließlich durch fließende Kurven ihr besonderes Design erhalten.